Die Ziegenkäse-Schachtel

Was haben Pappeln mit französischem Ziegenkäse zu tun? Nun, französischer (Ziegen-)Camembert kommt seit mehr als hundert Jahren in Spanschachteln aus Pappelholz verpackt in den Handel.

Spanschachtel Ziegenkäse

Ziegenkäse-Schachtel

Ursprünglich wurde Camembert in Stroh eingewickelt, in den 1890 Jahren aber entdeckte ein findiger Ingenieur, dass man ihn viel besser transportieren und lagern kann, wenn er in einer kleinen Kiste aus Holz liegt. Bis heute hat sich diese Art der Verpackung erhalten, denn sie hat klare Vorteile: Die Spanschachtel bewahrt die Feuchtigkeit perfekt und schützt den Käse darin außerdem vor Bakterien.

Längst gibt es natürlich auch Ziegenkäse-Camembert in Plastik oder gar in Aludosen verpackt – aber ein wahrer Genießer kauft den hochwertigen Camembert im traditionellen Holzkistchen.

2014 übrigens wurde bekannt, dass in Frankreich dringend Pappeln aufgeforstet werden müssen, weil sonst in ein paar Jahren kein Holz für die Spanschachteln mehr da ist. Das bewahrt die Tradition und macht ökonomisch wie auch ökologisch Sinn, denn schnellwachsende Pappel-Varianten verfügen über eine ausgezeichnete CO2-Bilanz: Eine Tonne Verpackungsmaterial aus Pappelholz erzeugt 72 Kilo Treibhausgase, Pappe 774 Kilo und Plastikmaterial gar 1000 Kilo.

Kleiner Tipp: Kosten Sie doch mal einen Ziegen-Camembert als Ofenkäse: Das eingelegte Papier aus der Spanschachtel nehmen und den Käse direkt im Holzkistchen in den auf 200 Grad vorgeheizten Ofen schieben. Nach 10 Minuten den Käse kreuzweise einschneiden und noch einmal für 20 bis 25 Minuten backen. Innen cremig und außen knusprig – und eine tolle Alternative zum Fondue!


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